BACH PUR IN PARKSTEIN
Unser Musikstudio veranstaltete am 5.11.2016 ein Konzert im Parksteiner Steinstadl.
Zu hören waren im vollbesetzten Steinstadl ausschliesslich Klavier- und Orgelwerke von J.S. Bach. Es war ein Konzert, das in dieser Kombination wohl eher selten zu hören ist. Der für klassische Konzerte ungewohnte High-Tech-Bühnenaufbau mit digitalen Instrumenten und Computerbildschirmen liegt in Bachs Musik selbst begründet: Seine Musik ist unabhängig vom Instrument, eben Musik pur, die auf jedem Instrument gespielt werden kann. Da Bach als visionärer fortschrittlicher Musiker gilt, können wir davon ausgehen, dass er diese moderne Technik verwendet hätte, wenn sie ihm zur Verfügung gestanden hätte. Zwei der angekündigten Musiker (Sebastian Kuhl und Regina Beck) waren wegen Krankheit ausgefallen. Als Ersatz wurden spontan andere Stücke ins Programm mit aufgenommen.
Alle Virtuosen kamen aus Parkstein bzw. der näheren Umgebung. Am Klavier präsentierte sich Karl-Heinz Kuhl mit seinen SchülerInnen Laura Schieder, Florian Schieder und Kristiana Labuga. An der Orgel spielte Lars Amann. Die Musiker boten ein Programm, das musikalisch und technisch auf sehr hohem Niveau stattfand. Wiedereinmal zeigte sich, dass die ‚regionalen‘ Musiker den Vergleich mit den Musikern der Konzertagenturen nicht zu scheuen brauchen. Zu hören waren Stücke aus den Partiten für Klavier, der französischen Suite in G-Dur und den Goldberg-Variationen, die von den Interpreten hervorragend und stilsicher vorgertragen wurden. An der Orgel spielte Lars Amann gewohnt souverän und perfekt das Concerto in A-Moll BWV 593 und die bekannte Toccata und Fuge in D-Moll BWV 565. Der Windischeschenbacher Ausnahme-Organist ist Jungstudent und lernt unter anderem bei Maitre Pierre Pincemaille in Paris.

Die Lokalmadatorin Laura Schieder spielte gekonnt und sehr einfühlsam die Toccata und Fuge aus der Partita in E-Moll.
Als Zugabe spielte Florian Schieder das Stück ‚Salsa Creek‘, eine Bearbeitung einer Bach Fuge im Salsa-Rhythmus. Der 14-jährige bewies mit seinen perfekt auswendig gespielten Stücken, dass er eine vielversprechende Zukunft als Pianist vor sich hat und wir wohl noch viel von ihm hören werden. Als Zugabe gab es dann noch „Jesu bleibet meine Freude“ und die Zuhörer wurden zum Verweilen bei einem Gläschen Sekt eingeladen.

Mehr Infos zum Konzert: BachKonzert_Parkstein_5Nov_2016_Programm

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